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SMS Pillau / RN Bari 1/700

SMS Pillau / RN Bari

SMS Pillau / RN Bari


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  Modell  SMS Pillau / RN Bari 
  Modellhersteller  WSW  (WSW:) http://ncwebshop.de/epages/ncs244425151111.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/44425151111/Categories
  Material  Resin  
  Herstellerland  Deutsch SU  
  Betreiberland  Deutsch Italien  
  Gebaut  27.9.2015   
  Themen  Kreuzer Pre1914 WkI Interwar Wk2  (Schiff:) Schiffe der DKM, Übersicht Schiffe der Kriegsmarine , Liste teils mit Skizzen und Photos und Liste auf Wikipedia
(Schiff:) http://www.navypedia.org
(Schiff:) Navies
  Scale  1/700  
  TextDE  Der Kleine Kreuzer SMS Pillau war ursprünglich als Murajev Amurskij - einer der Kreuzer für die russische Marine in Auftrag gegeben, mit denen diese ihre Verluste aus dem Russisch-Japanischen Krieg von 1904-05 ausgleichen wollte. Als Bewaffnung waren acht 13 cm L/55 vorgesehen. Nach Kriegsausbruch wurden die beiden bei Schichau im Bau befindlichen Kreuzer beschlagnahmt und für die Kaiserliche Marine fertig gestellt. Statt dem damals noch bei deutschen Leichten Kreuzern üblichen Kaliber 10,5 cm wurde beide Schiffe mit 15 cm-Geschützen ausgerüstet. Hierdurch wurden sie die ersten als "Kleine Kreuzer" klassifizierten Schiffe, die einen so starke Geschützbewaffnung hatten.

Länge: 135,3 m, Verdrängung 5252tLeistung 30000 PS, 27,5 kn.

Bewaffnung 1914
8 x 15 cm L/45 auf M.P.L. C/1914-Lafetten
4 x 5,2 cm L/55
2 x 50 cm Torpedorohre (Überwasser)
120 Minen

Bewaffnung 1917
8 x 15 cm L/45 auf M.P.L. C/1914-Lafetten
2 x 8,8 cm L/45
2 x 50 cm Torpedorohre (Überwasser)
120 Minen

Bewaffnung als Bari 1924
8 x 15 cm L/45 auf M.P.L. C/1914-Lafetten (als 14,9 cm L/43 bezeichnet)
3 x 7,62 cm L/40
2 x 50 cm Torpedorohre
(Überwasser)

Bewaffnung als Bari ca. 1942
8 x 15 cm L/45 auf M.P.L. C/1914-Lafetten (als 14,9 cm L/43 bezeichnet)
3 x 7,62 cm ?
6 x 2 cm L/65
6 x 1,32 cm

Geplante Bewaffnung als Flakkreuzer 1943
6 x 9 cm
8 x 3,7 cm
8 x 2 cmSie wurde von 1913 bis 1914 bei Schichau in Danzig als "Muraviev Amurski" gebaut, nach Beschlagnahme als SMS Pillau in Dienst gestellt. 1915 und 1916 war sie an mehreren Vorstößen in der Nordsee beteiligt, wobei u.a. Minensperren gelegt und Handelskrieg geführt wurde. Hierbei kam es im April und Mai zu kleineren Gefechten.

Am 31.5.1916 war Pillau eines der deutschen Schiffe, die zuerst auf die britische Flotte stießen und damit die Schlacht von Skagerrak einleiteten. Pillau war zusammen mit dem Schwesterschiff Elbing (das die britische Flotte sichtete) Teil der II. Aufklärergruppe, die für Admiral von Hipper aufklärte und zu Beginn der Schlacht ein Gefecht gegen das britische 1. Leichte Kreuzergeschwader führte. Pillau war dann auch eines der Schiffe, die die britische Hauptflotte unter Jellicoe sichtete, wobei sie und die andere Schiffen der II. Aufklärungsgruppe den Leichten Kreuzer HMS Chester, der für Jellicoe aufklärte, schwer beschädigten. Kurz darauf wurden die deutschen Kreuzer aber von britschen Schlachtkreuzern Invincible, Inflexible und Indomitable überrascht, die die Wiesbaden schwer beschädigten. Auch Pillau erhielt einen 30,5 cm-Treffer, der vier Kessel zerstörte, konnte sich aber zurückziehen. Später half sie die schwer beschädigte Seydlitz einzubringen.

Nach der Reparatur wurde Pillau bei diversen Vorstößen in der Nordsee eingesetzt undn nahm an der amphibischen Landung auf der Insel Ösel im Oktober 1917 teil. Am 17.11.1917 war Pillau zusammen mit Frankfurt, Königsberg II und Nürnberg II in der Nordsee zum Schutz deutscher Minensucher eingesetzt. Dabei trafen sie auf britische Schlachtkreuzer und Leichte Kreuzer. Den vier deutschen Kreuzern gelang es aber, sich in die Deckung der beiden Schlachtschiffe Kaiser und Kaiserin zurückzuziehen, obwohl alle von 38,1 cm Granaten von Repulse, Couragous und Glorious getroffen wurden.

Im Oktober 1918 meuterte die Besatzung der Pillau und beteiligte sich am Matrosenaufstand, der schließlich zum Sturz der Monarchie und dem Aufbau der Demokratie führen sollte.

Pillau selbst wurde am 31.3.1919 außer Dienst gestellt und als "Schiff U" an die Sieger übergeben. Das Schiff wurde 1920 über Cherbourg nach Italien überführt, wo es die italienische Marine am 21.1.1924 als Bari in Dienst stellte und als Esploratori (Spähkreuzer) klassifizierte. Am 19.7.1929 wurde die Bari zum Incrociatori (Kreuzer) umklassifiziert. Da das Schiff inzwischen total veraltet war, wurde es von 1934-35 für den Kolonialdienst in La Spezia umgebaut. Hierfür wurden vier der zehn Kessel und der vordere Schornstein ausgebaut und dafür zusätzliche Öltanks eingebaut um die Reichweite zu erhöhen. Die beiden übrig gebliebenen Schornsteine wurden gekürzt und die Brücke modifiziert. Mit 21 000 PS war Bari danach nur noch 24,5 kn schnell.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Bari zur Unterstützung der Landung auf Korfu im Oktober 1940 und 1942 vor Montenegro gegen Partisanen eingesetzt. Es folgte die Unterstützung der Invasion auf Korsika im November 1942. Im Frühling 1943 war vorgesehen, sie zum Flakkreuzer mit wahrscheinlich sechs 9 cm Geschützen, acht 3,7 cm und acht 2 cm Flak umzubauen. Dieser Plan konnte nicht umgesetzt werden, da sie am 28.6.1943 in Livorno von US-Bombern so schwer beschädigt wurde, dass sie zwei Tage später sank. Am 8.9.1943 wurde der Rumpf von italienischen Marine zusätzlich beschädigt, um zu verhindern, dass das deutsche Militär ihn nutzen kann. Die Deutschen wrackten die versenkte Bari 1944 teilweise ab. Offiziell wurde die Bari am 27.2.1947 gestrichen. Der Rumpf wurde erst nach dem Krieg am 13.1.1948 gehoben und zur Verschrottung verkauft.(574) 
  BaseVehicle  Schiff  

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Einzelnachweise

Referenzen(574) http://www.modellmarine.de/index.php?option=com_content&view=article&id=937:wsw-sms-pillau-1917-1700&catid=74


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